Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Island - die Kurzfristige
#1
Dann reihe ich mich mal in die Reihe der diesjährigen Islandfahrer ein.
So kurzfristig überlegt und gebucht haben wir noch nie.

Eigentlich hatte ich nur aus Langeweile mal die FI-Seite besucht und gesehen, dass es ein Angebot mit Flug, Hotel und 2 Ausflügen ab 515 p.P. gabe.

Aber doch sicher nur in den Monaten, in denen unsereins nicht fahren kann. Also habe ich spaßeshalber mal geschaut, ob in der einzigen Augustwoche, in der wir fahren können, überhaupt etwas zu machen ist:

7 Ü/F Flug, Hotel in RVK, 1x Blaue Lagune, 1x Vulkanausflug -> 781,-
zzgl. Flybus und zzgl. Auto für die Nichtausflugtage.

Hhm, hört sich nicht schlecht für die Hochsaison. Nach einem Hotelcheck war schnell klar, dass wir doch wohl ein bisschen tiefer in die Tasche greifen müssen. Zum 15. Hochzeitstag soll es dann doch etwas mehr sein.

Also doch nicht?
Jetzt begann der Buchungsvulkan zu brodeln.
Erst einmal wurden Unterkünfte gecheckt. Unsere Vorstellung: FH mit eigenem HotPot. Scheinbar unmöglich. Nicht ganz: der Vermieter, bei dem wir 2016 im Herbst und ich im Frühjahr 2018 ein Haus gemietet hatten, hatte noch ein Plätzchen frei. Go Iceland
Als nächstes die Flüge: HAM-KEF, auch zu einem Preis, der pro Person gerechnet nur unwesentlich über dem Frühjahrspreis von WOW-Air im Frühjahr 2018 lag. Ein Fluggutschein wurde in Sitzplätze mit Beinfreiheit investiert.
Als letzter Baustein war das Auto dran. Das war etwas aufwändiger, aber auch hier wurde ich bei dem Vermieter fündig, von dem ich 2018 meine "Karre" gemietet hatte. Jeep
Die Kosten bewegen sich insgesamt in etwa in dem Rahmen, den wir im Hotel der gehobeneren Kategorie mit den Mietnebenkosten bezahlt hätten. 

Ergo
- Island, wir kommen Fahne
- Thingvallavatnkirkja, öffne am Hochzeitstag um 14.00 Uhr die Türe
- Vulkan, warte noch ein bisschen mit dem Übersprudeln der Straße.
- Covid, mach uns keinen Strich durch die Rechnung
Zitieren
#2
(21.06.2021, 20:58)odins-raven schrieb: - Island, wir kommen Fahne
- Thingvallavatnkirkja, öffne am Hochzeitstag um 14.00 Uhr die Türe
- Vulkan, warte noch ein bisschen mit dem Übersprudeln der Straße.
- Covid, mach uns keinen Strich durch die Rechnung

ich drücke Euch die Daumen, daß alles so passt, wir Ihr es gern hättet...... in der Hoffnung auf einen schönen Reisebericht nach der Reise. Smile
          In einem Adler steckt die ganze Weisheit der Welt
Zitieren
#3
7 Nächte Reykjavík - da kriege ich Pippi in die Augen - ich will auch!
Und dann noch Hochzeitstag? Super!
Viel Vorfreude und dann ganz viel Spaß!

Fahne

(und natürlich möchte ich mich meiner Vorrednerin anschließen Smile )
Glukáf, Helge
Zitieren
#4
Reykjavik haben wir gekippt zu Gunsten eines Häuschens mit eigenem Pot und selbst bestimmten Essenszeiten.
Im Fahrtstreckenradius von gut einer Stunde +/- ist alles Wichtige erreicht (Flughafen, Vulkan, Thingvellir, Seljalandsfoss).
Die Vorfreude ist hoffentlicht nicht die schönste Freude, sondern der Aufenthalt.
Zitieren
#5
Das klingt doch super - bei dem Wunsch nach einem Bericht schließe ich mich an.
Glukáf, Helge
Zitieren
#6
So, langsam beginnt die heiße Phase.
Die ersten beiden Punkte aus dem ersten Post sind abgehakt.
Torfi vom Nationalparkstützupunkt hat den Termin 14.00 notiert.
Der Vulkan brodelt ja noch etwas und die Straße ist nicht überlavat.
Jetzt bleibt nur noch Covid.
Die Inzidenzen steigen, werden die Einreiseregeln verschärft? Wo bekommen wir einen qualifizierten Testnachweis (Schnell oder PCR) auf Englisch (möglichst mit QR-Code) her? Auf dem platten Lannde gar nicht so einfach in Zeiten, in denen die Testzentren schließen. Der Fachdienst des hiesigen Landreises weiß keine Antwort darauf. Alle Möglichkeiten abklappern ist eigentlich auch keine Lösung. Die Dame im Testzelt vor einem Baumarkt meinte nur: "Auf Englisch? Ne, haben wir nicht, das machen nur die dahinten". Die dahinten auf dem Parkplatz eines Supermarkts meinten dazu: "Ich glaube schon, das Ergebnis steht dann in Klammern in Englisch dahinter". Die Testmöglichkeit vor Ort, nur freitags geöffnet,: "Klar haben wir das. Wann brauchen Sie es denn? Tut uns leid, da ist unser Zentrum nicht mehr in Betrieb."
Aber wir haben ja noch ein paar Tage. Und wie sagt der gepflegte Isländer,..... Genau! Smile
Zitieren
#7
Ja, jetzt wirds wieder  komplizierter. Sch... Corona!
Wann fliegt Ihr denn und von wo? Gibt es vielleicht am Abflughafen eine Testmöglichkeit, dass Ihr dort noch vor dem Abflug einen Schnelltest machen könnt? 
Oder braucht Ihr zwingend einen PCR-Test, weil noch nicht fertig geimpft/ genesen?
Hab Island im  Heart, ob es stürmt oder schneit, ob der Himmel voll Wolken und die Erde voll Leid.
Zitieren
#8
Einen PCR brauchen wir nicht zwingend, aber wer weiß schon, was in der nächsten Woche so kommt.
Erst am Flughafen zu testen könnte eng werden, bzw. Den Stress würde ich uns gern ersparen, falls bei der Bahnanreise etwas schief läuft oder wir doch mit dem Auto nach Hamburg fahren müssen…
Zitieren
#9
Lange war es ruhig um uns - kurzfristig passt auch nicht wirklich (wir haben im letzten Jahr die Fähre bereits gebucht). Aber am 21.8. soll es los gehen - wenn nicht Zitat: Sch... Corona noch alles zerstört. PCR oder Antigentest auf englisch ist Pflicht - aber in Norddtl. problemlos (ok, zumindest in der Hamburger Nähe). Zur Not selbst in Hirtshals noch machbar (da würde ich aber in Stress kommen - und das will ich nicht). Wir sind ja Fährfahrer   Fähre

Die Zahlen auf Island sehen schlimm aus - aber es wird auch viel getestet. Zudem ist bei geringer Bevölkerungszahl schnell eine statistisch hohe Zahl erreicht. Wir bauen auf vernünftigen Selbstschutz und natürlich vor allem Reisen in eher abgelegene Gebiete. Die Haupturlaubszeit auf Island ist dann hoffentlich vorbei (also hoffentlich für uns, zugegeben).
Wir freuen uns auf jeden Fall auf unseren insgesamt 4-wöchigen Urlaub. Da wir letztes Jahr nicht da waren, ist einiges nachzuholen.
Also: Wird schon alles gut gehen. Allen, die noch Island vor sich haben: Tolle Eindrücke und bleibt gesund!
Entschuldigung - ich kann nicht anders 
Zitieren
#10
Die Anreise

Eigentlich schien alles in trockenen Tüchern. Der Ort für den PCR-Test (ohne Anmeldung) war ausgemacht, alle Buchungen bestätigt, da flatterte eine Mail von Icelandair ins Postfach.
Auf ausgewählten Flügen bieten sie ein Upgrade in die Saga Class an und wenn wir möchten, dann können wir auf das Upgrade bieten.

Ja klar, kostet wahrscheinlich wieder einen ganzen Batzen und eigentlich, für die 3 Stunden, ist das völlig überflüssig.

Die Mail ruhte dann noch ein paar Tage im Postfach. Die Neugier war dann schließlich größer als die Vernunft. Aha, 80 Euro pro Person war das Mindestgebot für den Hinflug mit einer geringen Wahrscheinlichkeit erfolgreich zu sein, für 330 Euro könnten wir sicher das Upgrade erhalten. Frei nach dem Motto "Een Ooge riskier ick" gab ich das Wahnsinnsgebot von 80 Euro ab, in der Erwartung: Das wird wohl nichts.

24 Stunden später: Plopp! Congratulations, Icelandair has accepted your upgrade offer! Na jetzt wird es spannend auf dem Flug.

Zu allem Überfluss hatte die GdL erst einmal nichts besseres zu tun als zu streiken, aber Glück gehabt,, am 15.08. lief der Zugverkehr normal und wir erreichten Hamburg früher als der Fahrplan es hergab. So waren wir gut 4 Stunden vor dem Abflug am Flughafen.

Geplant hatten wir etwa 3 Stunden Vorlauf, wegen der nicht zu kalkulierenden Wartezeiten beim Einchecken und bei der Sicherheitskontrolle.

Erstaunlicherweise hatte sich schon eine kleine Schlange vor dem avisierten Checkin-Schalter gebildet. Um 14.00 sollte der Flieger gehen, ab 10:30 wurde am Schalter angekündigt, dass der nächste Checkin für Icelandair bald möglich sein sollte. Jetzt wurde es hektisch, die Schlangen sortierten sich vor den drei Schaltern. Lustig, dem Treiben so zuzuschauen.
Es wurde 10.45, 11.00, 11.15, 11.25. So langsam kamen die Damen und Herren, um den Schalter zu öffnen, zwei verschwanden wieder und kamen nach 10 Minuten wieder.
So gegen 11.45 begann der Checkin. Wir wurden nach den erforderlichen Papieren gefragt, ein kurzer Blick darauf reichte aus.

Die Sicherheitskontrolle erfolgte erstaunlich schnell, auch das Drogenscreening meines Rucksacks (war wahrscheinlich das Käsebrot). Alles in allem dauerte es bis hierhin nicht länger als unter normalen Reisebedingungen.

Nun folgte der spannende, neue Teil, des Reisevergnügens. Bevorzugtes Boarding hatten wir schon auf unserem Flug nach Kanada erlfahren dürfen, aber was erwartete uns nach dem Einsteigen in der Saga Class?

Kaum waren wir im Flugzeug hatten wir schon die Sitzplätze vor uns, Reihe 3. Was für ein Platzangebot, meine langen Gräten freuten sich. Wir hatten kaum Platz genommen, schon wurde das erste Getränk gereicht, eine Wasserflasche. Ok, ganz nett. Kurz nach Erreichen der Reiseflughöhe ging es weiter mit der Getränkekarte. "Bier, Sekt Schnaps und Wein und ich hör die Leber schrein."
   
So schlimm war es nicht, aber wir wurden gut gepampert.

Der Kleine Kiwi war ganz außer sich, als es auch noch etwas zu essen gab, so mit richtigem Besteck und Serviettenring (das FI Besteck von 2000 haben wir immer noch).
       
Völlig gesättigt hatte er Mühe, sich noch die langsam in Sicht kommende Insel anzuschauen.

Vorbei an der Katla ging es über den Thingvallavatn in einer Kurve zum Landeanflug nach Keflavik.
               

Wie schnell mag es jetzt bei der Einreise gehen? Ich hatte gelesen, dass es bis zu 2 Stunden dauern sollte, bis man durch die Kontrollen ist.

Bis zum foodmarket war alles im grünen Bereich. Der Abstieg zur Gepäckausgabe und dem Duty free: keine großartige Änderung gegenüber dem Normalbetrieb, außer, dass ich die Ankömmlinge als extrem hektisch (aufgeregt) empfand.

Und jetzt kam sie, die erste Schlange. Es wurde überprüft, ob jeder den Barcode hatte, auf Abstände wurde nicht geachtet. Gut 3 Minuten Wartezeit hat uns das gekostet. Vorbei am Zollschaufenster... haben sie die Kontrollen vergessen? Mit dem Eintritt in die Ankunftshalle kamen endlich die Kontrollstationen. Wartezeit: 20 Minuten, Kontrollzeit 2 Minuten.

Alles in Allem nicht so furchtbar viel Zeitaufwand, aber der Flughafen hatte wohl aus der Vergangenheit gelernt.

Der Transfer zur Mietwagenfirma (icerental4x4) wartete schon und schwupps hatten wir unseren Wagen. Der uns abfertigende Angestellte war der gleich, der mir 2018 den Wagen vermietet hatte. Da ergab sich dann ein kleines Pläuschchen. Auch diesmla monierte ich das Wischerblatt des Heckscheibenwischers, scheint das Standardproblem zu sein.
Jeep

Erstaunlich fand ich, dass die anderen Mieter alle auf den Dacia mit Dachzelt gebucht waren. Wahrscheinlich in der Hoffnung, dass das Wetter entsprechend werden würde. Der Blick in einige Gesichter lies aber Skepsis erahnen.

Im Bonus wurde dann der Vorrat eingekauft, diesmal wohl überlegt geplant, damit wir nicht jeden Tag einkaufen müssen.

Wir entschieden uns über Grindavik nach Hveragerðis zu fahren, da von Weitem dunkle Wolken über der Hellisheiði zu sehen waren und wir nicht im Regen fahren wollten. Diese Entscheidung erwies sich als goldrichtig. So schauten wir schon einmal nach den Parkplätzen zum Geldingadalur und zuckelten gemächlich mit eingeschaltetem Tempomaten (ich liebe dieses Feature) gen Ferienhaus.

Hinter dem Kreisel in Hveragerði ein Schock. Was war das? Sudurland bekommt die erste Autobahn? Wo ist denn jetzt die Abfahrt in Richtung Hvammur? Spannend, spannend.

Zeitlich wie angekündigt, erreichten wir unser Ferienhaus. Die Formalitäten waren schnell erledigt, der Hot Pot sofort angeworfen, schnell ausgepackt und...

Möge der Urlaub beginnen.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 3 Gast/Gäste