Islandfamilie

Normale Version: Island die Sechste - vielleicht diesmal ohne Chaos..
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In 3 Wochen  - endlich.Wie sehne ich dem Moment entgegen. Liebe Icelandair-Leute, bitte, ich habe Sehnsucht und nur ihr könnt mich in diesem Jahr ein wenig heilen. Aber macht das nicht zu doll, denn ganz gesunden würde bedeuten nicht wiederzukommen. Das geht gar nicht.
Gleichzeitig, tut es mir im Moment leid, dass ich mit dem Reisebericht vom letzten Jahr nicht weiterkomme.
In diesem Jahr ist alles anders. War ich bisher meistens mit meiner Schwester auf der Insel, einmal alleine und einmal mit meinem Ex-Mann, so werde ich in diesem Jahr mit meinem Herzensmenschen reisen. Er freut sich wirklich sehr und möchte herausbekommen, was mich so fasziniert an diesem Land, dieser Insel. Er möchte kennenlernen, wieso meine Augen einen geradezu zärtlichen Ausdruck annehmen wenn ich nur irgendetwas von Island lese oder höre, und wenn es nur die aktuellen Temperaturen in Reykjavik sind. 
Der erste Versuch am 31. März zu fliegen, fiel ja nun dem Virus zum Opfer. Im Nachhinein war ich dann doch froh, denn das Wetter war im April schon extrem schlecht. Dann irgendwann, als sich die Situation zu entspannen schien, der Blick auf den Flightschedule und die Frage, wann wollen wir dann fliegen? Ich ahnte ja nicht im Geringsten, dass der Flugplan nicht aktualisiert wurde. Es wurde der 11.7. gebucht. Tja, und dann kam der neue Flugplan raus, wieder umbuchen, diesmal auf dem, an diesemZeitpunkt, einzig möglichen Datum, der 18.7. Rückflug 4.8. Kann ja nun irgendwann auch mal was werden. Mein Herzensmensch meinte sogar noch, ob wir nicht ein paar Tage länger bleiben wollten!  Big Grin Big Grin Immo scheint es, als würde sich sein Wunsch erfüllen und die Flüge zurück auch nur am Samstag gehen. Bereits am 2.8. zurück fliegen geht ja mal gar nicht. Warten wir ab. Dann gäbe es eben doch noch 3 Tage Heimaey, oder Westfjorde.
Bis jetzt haben wir folgendes geplant:
18.-19.7. Übernachtung in Reykjavik, falls es am Flughafen doch etwas länger dauern sollte. Sonntag dann RVK und zum abend hin Weiterfahrt nach Fossatun. 
19.-22.7. Fossatun mit verschiedenen Unternehmungen rundum, wie z.B. Hraunfossar. Das meiste kenne ich bereits, aber mein Herzensmensch soll es ja auch kennenlernen. 
22.-25.7. Akureyri Saeluhus. Wir werden uns diverse Punkte in der Gegend ansehen, Godafoss z.b., Laugar, vielleicht nach Hriseye rüber, oder sogar Grimsey. Hjaltery fand ich so toll, das könnte ich ihm auch zeigen. Ach ja, und auf alle Fälle Jutta und Hilmar besuchen. Nur deshalb fahren wir soweit in den Norden.
25.-27.7. Bakkaflöt. Je öller desto döller, vielleicht Rafting und ein bisschen wandern.
27.- 30.7. Guesthouse Hof auf Snaefellsnes und dort dann Altebekanntes und Nues entdecken.
30.-31.7. Hotel Hafnafjall, nur, weil wir das bereits im April bezahlt hatten
31.7.-3-8 Stokkseyri und Reykjanes unsicher machen. Wir werden u.a. auch in die Lavahöhle gehen. Mit dem Bus nach LML ist noch eine Option
3.8.-4.8. Tränen vergießen, weil der Flieger, jedenfalls bis jetzt und theoretisch, geht. 
Wenn nicht- so what. 
Ich werde berichten wie es weitergeht. Die Corona-App ist bereits auf dem Handy.
Fahne Bis bald dann.
Heart ich freu mich auf euch! Go Iceland
... und ich freue mich auf Reiseberichte Angel und wünsche ganz viel Vorfreude!
Rückblick 2020

Welcher Bekloppte kommt schon auf die Idee einen Flug für Ende März zu buchen? Ich weiß, wir alle, sonst wären wir nicht in dieser Familie.
Tja und dann kommt’s dicke, keine Reisen mehr möglich, aber im Kopf dann der Liebesfilm „Im Mai da hebt der Flieger ab“. Och Manno, auch das wird nichts, nun aber, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, Im Juli, da geht die Post ab. Heureka, ich hab’s geschafft. Das Glück ist doch mit die Dummen, denn genau in die Reiselücke sind wir hinein geschliddert.
Ich fühle mich, jedesmal wenn die Buchung durch ist, wie auf Wolken schwebend, dann geht das Leben leicht wie eine Feder weiter.

15. Juli 2020 - Ein Reisejahr wie dieses haben wir alle wohl noch nicht erlebt.
Ich bin ständig unter Strom und beruhige mich selber damit, dass es ja immer noch Norwegen statt Island werden könnte. Die dritte Umbuchung soll uns nun aber tatsächlich den Flug nach Island bescheren. Allerneueste Nachricht dann sogar noch, dass wir nicht mehr getestet werden müssen. Dies betrifft u.a. Bewohner Deutschlands. Mir wäre es egal gewesen, aber der Ablauf auf dem Flughafen wird dadurch dann ja doch etwas beschleunigt.
Also, Samstag geht‘s ab und wehe einer von uns bekommt noch Husten, Schnupfen, Heiserkeit.

Nach Ankunft werden wir unser Auto entgegennehmen und dann die knapp 50 km bis Reykjavik ins Hotel fahren. Es wird noch reichlich Zeit bleiben die Stadt ein wenig kennen zu lernen. Ich bin der Tourguide, denn für mich ist es nicht neu, aber immer wieder wunderbar. Ich liebe Reykjavik.


18. Juli 2020

Eigentlich - ist alles ganz einfach
Eigentlich  - geht alles seinen Gang
Eigentlich - ist solch ein Flug von gerade einmal knapp 3 1/2 Stunden nix.
Und eigentlich - bin ich auf Reisen und da ist erstmal nichts normal.

Ich hab‘s immer gerne pünktlich und wenn ich sage 10 Uhr, dann meine ich nicht 10:30 Uhr. Aber, ich bin tolerant und akzeptiere Verspätungen, die im Rahmen sind und nicht schaden.
Fast pünktlich ging es also los zum Flughafen Hamburg. Es war nun wirklich ausreichend Zeit, aber man weiß ja nie so genau, Stau, Pipipause oder auch eventuelle Unwegsamkeiten, weil es heute der erste Abflug einer Icelandairmaschine von Hamburg sein sollte.
Es war schon ungewohnt ruhig auf dem Terminal, lediglich viele Menschen bei Lufthansa und bei Icelandair. Alle anderen CheckIn Schalter waren geschlossen. Bedingt durch die Abstände von etwas mehr als 1 Meter sah die Warteschlange recht lang aus.
Ich, die CheckerIn, war ein Unikat. Das bin ich ohnehin, ist schon klar, aber das ist so unmöglich cool, ich hatte meinen Koffer auf der Riesen-Vorderseite mit Islandflagge, Koffergurte mit Islandnationalfarben, Mundschutz mit Islandflagge.
Ob mir das peinlich war? Nö. Watt mutt dat mutt.
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Die gab es wirklich nur einmal

Der Ablauf war angenehm, zügig und alle waren sehr sehr nett, sogar die Sicherheitsleute.
Im Flugzeug dann nicht alle Plätze belegt, ganz bewusst wurden Familien zusammen platziert, aber z.b. neben uns in der Reihe kein weiterer Passagier. Hochgerechnet durch diese Abstandsstrategie war das Flugzeug also zu 2/3 belegt. Die Flugbegleiter waren, wohl bedingt durch die abgebrochenen Tarifverhandlungen und den Entlassungen, sehr angespannt. Maske tragen war selbstverständlich Pflicht.
Die Corona-Registrierung hatten wir am Abend zuvor erledigt, war ganz einfach und der Barcode, der uns die Free Zone bescheren sollte war auch auf dem Handy. Alles klar soweit.
Aber na ja, einige von euch wissen ja: Chaos-Paula ist unterwegs (remember Autoreparatur 2019). Das wäre doch auch zu langweilig, wenn alles glatt laufen würde. Bei Günter war natürlich alles in Ordnung, nur mein Barcode hat sich verselbständigt und war nicht auffindbar auf meinem Handy. Nun gestehe ich ein, dass mein Handy und ich- na ja. Günter scharrte bereits mit den Hufen, und ich: Immer mit der Ruhe, þetta reddast. Dann mach ich das eben nochmal am Automaten.
Juchu! Wir durften rein ins Land.
Chaos Nummer 1Big Grinie Menschenmengen hielten sich in Grenzen, kurzer Anruf bei unserer Autovermietung, dass wir da wären, und ja, es würde bald jemand kommen. Nach 30 Minuten kam auch jemand, der nahm aber nicht uns mit. Auch wieder wegen Corona durfte er nur eine Familie zur Zeit zur Vermietstation transferieren. Nun  gut, wir waren ja nicht auf der Flucht. Dann warten, und warten und ....
Sollte ich vielleicht nochmal telefonieren, Antwort G.: Solltest du vielleicht mal machen.
Wieso eigentlich ich? Sein Wortschatz ist größer!
Aber!!!!!Bei mir hört es sich besser an ?.
Chaos Nummer 2: Unsere Reservierung wurde von irgendeinem Troll storniert. Aber wir waren ja nun mal da bekamen auch ein Auto, niegelnagelneu und sogar ein upgrade. Mensch was willst Du mehr!
Das Hotel war schnell erreicht, ich wusste, wo es lag.
Chaos Nummer 3: Keine Reservierung zu finden, aber wir sollten beruhigt sein, es wären Zimmer frei. Nach einigem Hin und Her war dann auch alles geklärt, und das wirklich sehr schöne Zimmer bezogen. Der Preis im Miðgardur Center Hotel 125 Euro mit Frühstück ist für islandische Verhältnisse ein Schnäppchen.

Nach einer Ruhepause dann schon mal frische Luft schnappen. Windgeschwindigkeit: Fast waagerecht

Nicht viel los am Sonnenschiff

Temperatur? Offiziell 11 Grad Celsius, Gefühlt -6 Grad, aber trocken mit ein wenig Sonne. Und eeeendlich wieder da - Wind bis zum Abwinken, d.h. winken war nicht möglich, war einfach zu stürmisch. In Island lernt man Bescheidenheit.

? Was ist das denn? Grünkohl für schlechte Zeiten?

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Hilfe ruft er "Brigitte ist wieder da" ? Versteck ich mich gleich mal.

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Der Tag war lang und gut gesättigt, übrigens vietnamesisch, kehrt jetzt Ruhe ein,. Nicht die Der Preis beim Vietnamesen, auch wieder verhältnismäßig günstig: 36 Euro umgerechnet inkl. zwei dünnem Bier.
Ach wie schön, ein Reisebericht! Ich freue mich auf mehr, Brigitte. Irgendwie muss man ja die Heimwehzeit bis zum nächsten Flug  Go Iceland rumkriegen...
Danke Fahne
Das finde ich auch Silke, darum gibt es erstmal alte Kamellen.
19. Juli 2020 – noch mehr Chaos?

Nein, keine Sorge, Chaos ist ohnehin übertrieben. Es wäre doch langweilig, wenn nicht irgendetwas anders laufen würde als geplant.

Im Großen und Ganzen hatte ich unsere Tage hier auf der Insel vorgeplant. Ein grober Rahmen muss sein. Samstag ankommen, nix machen, Sonntag Reykjavik unsicher machen. Grübel, Nachdenk, "ich hab mir was gedacht". Die Erklärung: wie wärs, wenn wir am Sonntag nur die Hallgrimskirkja "machen", dass heißt mit dem Lift hochfahren und RVK von oben genießen. Ich bin süchtig nach dem Ausblick, der Stadt der bunten Dächer. Danach noch zur Grotta, es wird vormittags Niedrigwasser sein. Danach dann nach þingvellir und Strokkur, vielleicht noch Gullfoss, von dort dann zur Unterkunft Fossatun. Jo, machen wir so.
Die Entscheidung war gut, Wetter passte wunderbar - und -  waren wir in der Kirche oben? Waren wir am Leuchtturm?

Nein!
Der Lift öffnet am Sonntag erst um 12 Uhr und das Gebiet um den Leuchtturm ist bis 31. Juli aufgrund der Brutzeit der Seevögel gesperrt, hätte ich dran denken müssen.
Typisch!

Ein paar Bilder unserer Stationen

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þingvellir lohnt sich immer wieder. Wir sind 2 Stunden spazieren gegangen, haben jeden Stein und jeden Halm genossen? Es stimmt, man hört mehr isländisch als andere Sprachen. Ich muss sagen, dass sich dadurch auch das eigene Verhalten verändert, zurückhaltender im positiven Sinne. Man ist nicht so Tourihaft.

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Wenn der Stein fällt möcht ich nicht drunter stehen oder –

Wer küsst denn da?

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Ein fast schon heiliger Ort für die Isländer - Thingplatz. Ojemine, das isser ja gar nicht.

Wir gönnen uns noch etwas Leckeres für den Magen - Eis und Kaffee und dann gehts weiter.

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Der Strokkur war ordentlich in Aktion. Alle 5 Minuten zeigte er den Wartenden sein schönstes Gesicht.

Wir fahren auf der 550 zu unserer Unterkunft, welch eine gute Entscheidung diese Strecke zu nehmen. Ein ganzes Stück geht es eng bis sehr eng auf aspaltierter Straße und dann Schotter. Wir dachten schon wir hätten uns verfahren,aber wie hätte das gehen sollen, gab ja nur eine Spur und die Abfahrt zur F-Straße haben wir nicht genommen. Muss also richtig sein. Nachdem das Auto von außen nun völlig versaut war, nun wieder Asphalt. Das war Absicht!

Dann endlich Fossatun und

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...oh wie schön ist...Fossatun

geht bald weiter

P.S.
Jetzt sind die Bilder wieder riesig, aber ich weiß schon woran das liegt. Ich arbeite dran.
Isländisch zu lernen habe ich aufgegeben, aber nun muss ich ja doch noch mal ran und ein paar Brocken lernen.